Der Stopselclub Harthausen ist ein Gesellschaftsverein, der auf einer bayerischen Tradition beruht.

Aus Spaß an der Freude haben sich die Harthauser 1957 einem Spiel verschrieben, das in Niederbayern schon im letzten Jahrhundert erste eifrige Anhänger fand – dem Stopsel-Club. Die Stopsel-Vereinskameraden mussten stets einen Korken in der rechten Hosentasche bei sich tragen, überall und bei jeder Gelegenheit. Ein Clubmitglied konnte dann ein anderes auffordern, den Holzpfropfen zu zücken. Wenn der ihn nicht dabei hatte, war ein Strafgeld für die Vereinskasse fällig.
Heute ist der Stopsel nicht mehr aus Holz, sondern ein kleiner roter oder schwarzer Plastikpuk mit einem Punkt in der Mitte. Auch muss der Stopsel nicht mehr jeden Tag bei sich getragen werden, sondern nur noch bei offiziell geladenen Treffen und Feiern. Wird der Stopsel vergessen sind dann 5 Euro für die Vereinskasse fällig. Mit der Vergesslichkeit seiner Mitglieder finanziert der Verein sich und unterstützt großzügig die Feste im Dorf. Über 70 Stopsler gibt es mittlerweile unter den 900 Bewohnern von Harthausen. In den letzten Jahren hat der Verein eine starke Verjüngung erfahren.

Den Mitgliedern geht es um die Freude am Vereinsleben – muss es auch, da der Verein keinen eigentlichen Zweck hat außer dem geselligen Beisammensein. Jedes Jahr trifft man sich zum Wein-Törggelen, am Vatertag wird geradelt und im Sommer wird gegrillt. Sonst trifft man sich an jedem ersten Freitag im Monat.